Kita in Solingen-Unterburg: Verzögerung wirft Fragen auf! Ratsantrag zur Überprüfung der Beschaffungsabläufe bei der Möblierung

Kita in Solingen-Unterburg: Verzögerung wirft Fragen auf! Ratsantrag zur Überprüfung der Beschaffungsabläufe bei der Möblierung

Kita in Solingen-Unterburg: Verzögerung wirft Fragen auf! Ratsantrag zur Überprüfung der Beschaffungsabläufe bei der Möblierung

Die geplante Eröffnung der neuen Kita „Burger Schlossgeister“ in Unterburg verzögert sich erneut. Obwohl das Gebäude Ende Juli an die Stadt übergeben wurde und der Betrieb nach Ferienende angesetzt war, kann dieser nun nicht starten, weil wesentliche Teile der Möblierung fehlen. Die Stadt verweist auf kurzfristige Lieferschwierigkeiten des Herstellers.

„Für die Familien in Unterburg ist diese Verzögerung eine ziemliche Zumutung. Nach dem Versprechen, direkt nach den Sommerferien zu eröffnen, müssen sie nun weiterhin Umwege in Kauf nehmen und ihre Kinder am Altenberger Weg betreuen lassen. Das Vertrauen in die Planungs- und Organisationsfähigkeit der Stadt wird dadurch massiv beschädigt“, erklärt Ulrike Zerhau.

Vor diesem Hintergrund bringt die Ratsfraktion DIE LINKE. Die PARTEI einen Antrag in den Rat ein, mit dem der Revisionsdienst die Beschaffungsabläufe der Möblierung kritisch prüfen soll. Ziel ist es, in einem Prüfbericht die zeitlichen Abläufe, das Vergabeverfahren, den Beschaffungsumfang und die konkreten Gründe für die Lieferverzögerungen transparent darzustellen.

Kritische Fragen, die beantwortet werden müssen:

  • Wurden die Beschaffungen rechtzeitig und mit genügendem Puffer für mögliche Lieferengpässe eingeleitet?
  • Nach welchen Kriterien erfolgte die Auswahl des Herstellers und wurden Lieferkettenrisiken berücksichtigt?
  • Wann genau wurde die Verwaltung über die Verzögerungen informiert; und warum so spät auch die Öffentlichkeit?
  • Wurden Alternativen wie Interims-Mobiliar oder eine schrittweise Inbetriebnahme überhaupt geprüft?
  • Welche zusätzlichen Kosten entstehen durch die Verzögerung für Stadt und Familien?

„Die Eltern in Unterburg haben ein Recht auf Klarheit. Es reicht nicht, vage auf Lieferprobleme zu verweisen. Wir wollen wissen, ob die Stadt ihre Verantwortung bei Planung und Beschaffung ordnungsgemäß wahrgenommen hat, oder ob Versäumnisse vorliegen“, so Zerhau.

Unsere Fraktion erwartet, dass der Prüfbericht schonungslos aufzeigt, wie es zu dieser Panne kommen konnte und welche Konsequenzen für künftige Kita-Projekte gezogen werden müssen. In der Zwischenzeit bleibt nur zu hoffen, dass der Kitabetrieb tatsächlich Mitte September starten kann.